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Seiyū

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Ein Seiyū (声優) arbeitet bei Radiosendungen, Film- und Fernsehproduktionen oder in Videospielen als Stimme für Charaktere aus Anime oder Videospielen. Der Begriff wird eigentlich nur für die Synchronsprecher einer japanischen Fernsehserie oder eines japanischen Films verwendet. In der Produktion von Zeichentrickserien macht Japan 60% des weltweiten Anteils aus.
Seiyū können landesweit berühmt werden und eine Karriere durch das Sprechen von Rollen machen. Japan besitzt 130 Seiyū-Schulen, so dass dort Seiyū ihre Karriere umfassender angehen können als Sprecher in anderen Ländern. In Japan bilden sie oft Sprechergruppen, die für bestimmte Rundfunkanstalten oder Talentagenturen tätig sind. In Japan haben Sprecher auch eigene Fanclubs, die sich speziell auf ihr Idol konzentrieren.

In Japan benutzt man in den Credits üblicherweise CV (von dem englischen Begriff character voice) als Kürzel für Sprecher, die Figuren oder Charakteren ihre Stimme leihen.

Entwicklung

Ursprünglich wurde die Stimme einmal von reinen Schauspielern gegeben, die Synchronsprechen und Voice-overs als weitere Leistung erbrachten. Man nannte sie in Japan während solcher Produktionen "Stimmen-Schauspieler" (声の俳優 koe no haiyū). Dieser noch recht lange Begriff wurde dann aus Bequemlichkeit auf das erste und letzte Kanji zu Seiyū (声優) gekürzt.
Die Schauspielerkooperative Tōkyō (東京俳優生活協同組合 Tōkyō Haiyū Seikatsu Kyōdō Kumiai), kurz Haikyō genannt, war in den Jahren ab 1961 die erste Managementagentur in Japan. Bis gegen Ende der 1980ger Jahre waren die Sprecher auf allgemeine öffentliche Medien ausgerichtet. Ab 1990 wurden dann andere Wege genutzt, die durch das Internet und OVA's geschaffen wurden. In der zweiten Hälfte der 90er führte der Boom zu einem plötzlichen Anstieg von Animes, die im Raum Tokio gezeigt wurden. Durch das Internet konnten die Fans leicht Informationen bekommen, so dass dann Seiyū in Internetradiosendungen und auf Conventions auftraten.